#53 – Doch nicht das Ende des mittleren Managements?

Die Nachrichten über den Abbau von Stellen im mittleren Management großer Tech-Unternehmen häufen sich. Doch ist dies wirklich das Ende dieser Führungsebene? Mit der Automatisierung durch KI-Agenten verändern sich die Anforderungen an Führungskräfte. Statt Kontrolle und Reporting stehen nun Orchestrierung und präzise Zielsetzung im Vordergrund. Welche Kompetenzen sind gefragt, um Mensch und Maschine erfolgreich zu steuern?
Newsletter #52: Weiche Faktoren

Unter Berufung auf einen aktuellen Financial-Times-Artikel wird ein Gegentrend beschrieben: US-Unternehmen stellen seit April wieder mehr Hochschulabsolventen ein, gerade in stark KI-betroffenen Branchen, wobei menschliche Fähigkeiten wie kritisches Denken und Kommunikation entscheidend bleiben.
Newsletter #51: KI und Arbeitswelt

Von einem Trendone-Panel ausgehend wird die Verschiebung von Arbeit „vom Tun zum Beauftragen“ beschrieben. Vier Bausteine von Urteilskraft werden definiert (Problemformulierung, Fachwissen, Fehlerkalibrierung, Lernfähigkeit unter Unsicherheit), mit Praxisbeispielen aus Schule (Doppel-Referate mit/ohne ChatGPT) und Hochschule (handschriftliche Prüfungen).
Newsletter #50 So what? Unordnung als Wert

Persönlicher Bericht von Stationen in Kolumbien (Attaché in den 90ern), China, den USA und der Arktis. Mark Leonards Unterscheidung zwischen „Architekten“ (regelbasierte Ordnung, z.B. Europa) und „Handwerkern“ (opportunistisches Handeln, z.B. Russland, China) erklärt, warum die aktuelle „Unordnung“ für die meisten Weltregionen längst Normalzustand ist.
Newsletter #49 Projektorganisation

Aus einem CEO-Roundtable mit Schosswald & Co abgeleitet: Die Entwicklung von starrer Hierarchie über Agilität hin zu reiner Projektorganisation wird an Bayers „Dynamic Shared Ownership“ und dem chinesischen Hersteller Haier illustriert. Leitprinzip: „highly aligned, loosely coupled“.
#48 Purpose in Krisenzeiten

McKinsey-Studien (2020, 2023 mit ukrainischen Unternehmen) verknüpfen gelebten Sinnbezug mit höherem Durchhaltevermögen. Zwei Fallbeispiele: ein Konsumgüterunternehmen, dessen Geschäftsführung das eigene Gehalt um 20% kürzte, und ein Biotech-Startup, das trotz ausbleibender Finanzierung an seiner KI-gestützten Medikamentenentwicklung festhielt.
#47 Mut kann man lernen

Ranjay Gulatis Vorlesung an der Harvard Business School, eingeleitet mit der Geschichte seiner Mutter, die sich in den 1960ern in Neu-Delhi gegen einen bewaffneten Immobilienentwickler behauptete. Sein Buch „How to Be Bold“ definiert Mut als Handeln trotz Angst, nicht deren Fehlen (Beispiele: Pilot Sullenberger, Hochseilartist Petit).
#46 Wertschöpfung der Zukunft

Konkrete Zahlen zu Zeitverlust (2,6 von 7 Stunden für PowerPoint-Formatierung, 23 Stunden Meetings pro Woche) werden KI-Automatisierung (eigene Agenten „Tjark“ und „Christina Berger“) gegenübergestellt. Michael W. Greens Berechnungen zu Energie- und Hardware-Engpässen relativieren die erwarteten Produktivitätssprünge.
#45 Turnarounds

Drei Fallstudien: Best Buy unter Hubert Joly (Programm „Renew Blue“, Kooperationen mit Apple/Samsung), AMD unter Lisa Su (Zen-Architektur ab 2017) und ein selbst begleiteter Drogerieartikel-Hersteller nach acht Verlustjahren. In allen Fällen ging Zuhören und Strategiearbeit den Sparmaßnahmen voraus.
#44 Kompromiss

Rückblick auf hitzige politische Debatten in Deutschland 2025 (Haushalt, Rentenpaket, Wehrpflicht). Mit dem Staatsrechtler Oliver Lepsius wird der Kompromiss als Technik gegenseitigen Nachgebens definiert, durch die man Mehrheiten gewinnt, ohne die eigene Überzeugung aufzugeben.