#43 Investieren in der Krise?

Eine Langzeitstudie von Ranjay Gulati (Harvard) an rund 5.000 Unternehmen zeigt: Nur 9 Prozent kamen gestärkt aus früheren Krisen – jene, die Kostensenkung mit gezielten Investitionen kombinierten. Eine AlixPartners-Studie zur Corona-Zeit (2019–2024) bestätigt den fehlenden Zusammenhang zwischen reinem Kostensparen und Unternehmenswert.
#42 Fortschritt durch Unordnung

Mit Bezug auf Carl Benedikt Freys Buch „Wie Fortschritt endet“ und Daron Acemoğlu wird die Abfolge von dezentralem Experimentieren und zentraler Skalierung beschrieben – von der Dampfmaschine über mRNA/BioNTech bis zu Googles ungenutzter Transformer-Erfindung, aus der später OpenAI entstand.
#41 Leitung und Aufsicht von Unternehmen

Ausgehend von Zitaten aus Geschäftsführung und Aufsichtsrat („Uns hört keiner zu“) werden vier Fragen definiert, die jedes Beiratsmitglied beantworten können muss (Kundenbedürfnis, Wettbewerber, Profitabilität, Bedrohungen), dazu ein zwei- bis dreijähriger Strategiezyklus.
#40 KI verändert nicht wie wir arbeiten. KI verändert, was Arbeit ist.

Organisationen stecken fest im operativen „Wie“ der KI-Einführung – doch KI fordert ein anderes Denken: weg von starren Plänen hin zu strategischem Urteilsvermögen und kontinuierlichem Lernen. Erfolgreich sind jene, die Wissen kuratieren und den Menschen ins Zentrum stellen, statt sich in Perfektion und Kontrolle zu verlieren. Stillstand ist das größte Risiko in einer Zeit, in der KI Arbeit grundlegend verändert.
#39 Optimismus

Dem in Medien verbreiteten Pessimismus (FT-Bericht über marode Infrastruktur, Süddeutsche-Umfrage zu Zukunftsängsten von Jugendlichen) werden Daten zu steigender Lebenserwartung und sinkender Armut sowie Viktor Frankls Konzept kleiner Fortschrittsschritte gegenübergestellt.
#38 It’s the culture, stupid!

Viele hoffen, KI erleichtere Arbeit durch Automatisierung. Doch Ängste und Überlastung bleiben, wenn der Kulturwandel fehlt. Erst Räume für Neugier und gemeinsames Experimentieren machen KI im Unternehmen wirklich wirksam.
#37 Dürftige Diskussionskultur

Meetings gelten als Zeitfresser – trotz unzähliger Tipps und Tools. Der wahre Hebel liegt oft woanders: in einer besseren Diskussionskultur und der Vorbildrolle von Führungskräften.
#36 Vom Umgang mit den täglichen Hiobsbotschaften

Führungskräfte sind nun gefragt, Mut auszustrahlen und Perspektiven zu eröffnen – obwohl sie oft selbst nicht so genau wissen, wo es hingeht.
Von der Ahnung zur Aktion: Kluge Fragen als Kompass für die Zukunft

In unsicheren Zeiten ist die Versuchung groß: Unternehmen versuchen, durch möglichst akkurate Prognosen ein Bild der Zukunft greifbar zu machen und richten daran ihr strategisches Handeln aus. Das Problem dabei: Oft stellen sich diese Prognosen als unzutreffend heraus – und ein linearer Trend, den wir vorhersagen können, ist die Zukunft schon lange nicht mehr, und vermutlich war sie es auch nie.
#35 Autokratische Strukturen auf dem Vormarsch. Was tun?

Das Fundament freien unternehmerischen Handelns in einem verlässlichen Rechtsrahmen steht unter Druck. Unternehmer erweisen sich in Geschichte und Gegenwart nicht immer als die verlässlichsten Hüter dieser Grundlagen, auf denen sie selbst stehen.